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Gesprächskreis Homosexualität


 

Herzlich willkommen

unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung. 

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Erinnerung an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität. Seit 1987 hat er sein Zuhause in der Advent-Kirche.

 

Für Rückfragen per E-Maillothar.doenitz@kgaf.de (bitte die geänderte E-Mail-Adresse beachten!) oder
Telefon (Gesprächskreis) +49 30 91686981. Wenn Sie regelmäßige Informationen möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an. 


[Geschichte des Gesprächskreises und Schwulenbewegung in der DDR]

 [Gedenken an die homosexuellen Opfer des NS]
  [Unsere Dokumente]


Nach dem Vierzigsten Jubiläum des Gesprächskreises geht es weiter im Gespräch: 

 

Götz Wienold (Tokyo/Berlin) liest aus seinem Stück »Wittgenstein in Cassino«.

Götz Wienold & Lothar DönitzDas ist Teil seines neuen Buches "Wittgenstein in Cassino. Trakls Tod" (Wien: Passagen, 2022)

Zwei Stücke über Ludwig Wittgenstein und Georg Trakl, über Grodek und den Tractatus. Die Freiheit der Sexualitäten und die Ächtung des Tötens gehören zusammen.

Ludwig Wittgenstein ist zu Beginn des Ersten Weltkriegs Kanonier, Georg Trakl Sanitäter. Trakl hält Kriegserlebnissen nicht stand und ist hospitalisiert, an der verbotenen Liebe zur Schwester ist er gescheitert. Wittgenstein, seiner Homosexualität noch unsicher, sehnt sich nach David Pinsent im fernen England. Er will Trakl treffen, kommt aber zu spät, um ihn vom Freitod zu retten. Geschwisterliebe und Liebe zum gleichen Geschlecht, gleichermaßen sozialer Unterdrückung ausgesetzt, überkreuzen sich in Trakls Tod. 
Wittgenstein in Cassino sieht ihn als Gefangenen nach Kriegsende. Er hat den Weg, seine sexuelle Orientierung zu leben, gefunden, wie den zum Tractatus und zur Besitzlosigkeit. Er bekennt, lieber wolle er sich töten lassen, als einen anderen töten. Ethisches lässt sich nicht in Sätzen aussagen, sondern „zeigt sich“ im Handeln selbst. Der Kampf für die Freiheit der Sexualitäten und die Verurteilung des Tötens finden zusammen.

Termin: Dienstag, 13. September 2022 - 18:00 Uhr, ab 17:00 Uhr Zeit zum Vorbereiten, Helfen und für Gespräche...
Ort: Gemeindesaal, Ev. Advent-Kirche, Danziger Straße 203, 10407 Berlin

 


 
Andreas Pretzel: Pfarrer Zahn und Maler Bethke – Wie ein Männerpaar ein irdisches Paradies erschuf

Saxdorf, ein abgelegenes Dorf in Südbrandenburg, wurde in der DDR zur Kultur-Oase. Der Pfarrgarten Saxdorf ein Geheimtipp für Andersdenkende und Andersliebende. Sie erlebten hier eine Dreieinigkeit aus Kunst, Kultus und Gartenkultur: Seelsorge, irdische Freuden und die Ermunterung, ein eigensinniges und selbstbestimmtes Leben zu führen. 

Andreas Pöschl (l.) vom Saxdorfer Kunst- und Kultursommer-Verein und Kulturhistoriker Andreas Pretzel vor Werken von Hanspeter Bethke in der noch unfertigen Ausstellung.

Andreas Pöschl (l.) vom Saxdorfer Kunst- und Kultursommer-Verein und Kulturhistoriker Andreas Pretzel
vor Werken von Hanspeter Bethke in der noch unfertigen Ausstellung. (© Foto: Frank Claus)

Der Vortrag beleuchtet das erstaunliche Wirken von Pfarrer Karl-Heinrich Zahn (1939-2021) und Hanspeter Bethke (1935-2018) mit einer erlesenen Fotoauswahl und wohlgesetzten Worten.

Termin: Dienstag, 11. Oktober 2022 - 18:00 Uhr, ab 17:00 Uhr Zeit zum Vorbereiten, Helfen und für Gespräche...
Ort:  Gemeindesaal, Ev. Advent-Kirche, Danziger Straße 203, 10407 Berlin

 


Initiative für einen Gedenkort an Friedo Lampe

Friedrich Kröhnke möchte über seine Initiative berichten. In Kleinmachnow soll ein Gedenkort für den Schriftsteller Friedo Lampe geschaffen werden.
 
Friedo Lampe war ein noch junger Dichter und Schriftsteller, der in der NS-Zeit Probleme mit seinen nicht zuletzt homosexuell geprägten Büchern hatte und der in den letzten Kriegstagen in Kleinmachnow von sowjetischen Soldaten auf der Straße erschossen wurde. Erstes/Näheres auf seiner Homepage friedrich-kroehnke.de auf der Unterseite "Neuestes". 

Termin: Dienstag, 8. November 2022 - 18:00 Uhr, ab 17:00 Uhr Zeit zum Vorbereiten, Helfen und für Gespräche...
Ort:  Gemeindesaal, Ev. Advent-Kirche, Danziger Straße 203, 10407 Berlin

 


Gedenken und Reinigen von Stolpersteine für Männer mit dem Rosa Winkel

Gemeinsam mit Cordýline Bartz werden die Stolpersteine für ermordeten Rosa-Winkel-Häftlinge gereinigt:

  • Max Laske, Friedrichstr. 16
  • Paul Kohn, Großbeerenstr. 1
  • Georg Carl Kotte, Hornstr. 11
    Georg Kotte, geboren am 10. Oktober 1888 in Altenburg, gelernter Verlagskaufmann; Arbeit in der Redaktion der Altenburger Zeitung, Teilnahme am Ersten Weltkrieg, bis 1920 in französischer Kriegsgefangenschaft, dann wieder bei der Altenburger Zeitung in der Lokalredaktion; 1928 wechselte er nach Berlin zum Scherl-Verlag, wo er sieben Jahre als Theater- und Konzertrezensent tätig war; mehrjährige Liebesbeziehung mit dem Buchhalter Johannes von W., die beiden zogen zusammen (vorsichtshalber in getrennte Wohnungen) in der Alexandrinenstraße, dann in eine Wohnung mit getrennten Zimmern in Halensee; nach der Trennung Ende 1932 suchte Kotte seine Sexualpartner im Milieu in der Nähe des Tiergartens und führte über seine Bekanntschaften ausführlich Tagebuch; nach seiner Entlassung 1937 musste er von wöchentlich 5,34 RM Erwerbslosenunterstützung leben, die Miete für sein Zimmer in der Hornstraße übernahm das Bezirksamt Kreuzberg; am 14. Oktober 1938 gegen 22 Uhr wurde er am Brandenburger Tor verhaftet, von der Gestapo misshandelt und vom Berliner Landgericht zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; die Revision wurde vom Reichsgericht verworfen und Kotte saß seine Strafe von Oktober 1940 bis August 1943 im Zuchthaus Luckau ab; unmittelbar nach der Entlassung wurde er in Vorbeugehaft genommen und ins KZ Buchenwald überstellt, wo er am 30. Januar 1944 ermordet wurde.
    Siehe auch Totenbuch KZ Buchenwald
  • Wilhelm Machold, Mehringdamm 88
  • Willy Hadrosseck, Arndtstr. 25
  • Richard Paul Erich Barnack, Friesenstr. 18
    Siehe auch RosaWinkelGedenkbuch

Termin: Mittwoch, 9. November 2022 ab 10:00 Uhr
Treff:
Café gegen über Jüdisches Museum, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 9
Orte der Stolpersteine siehe Karte Stolpersteine. Änderungen der Route vorbehalten.


Unsere traditionelle Adventsfeier

Adventfeier © Peter Rausch

Bei Weihnachtsmusik, Jahresrückblick, Unterhaltung und Besinnlichkeit wollen wir zusammen ein paar schöne Stunden verbringen.

Termin: Dienstag, 13. Dezember 2022 - 18:00 Uhr
Ort:  Gemeindesaal, Ev. Advent-Kirche, Danziger Straße 203, 10407 Berlin
Anmeldung wegen der Koordinierung erwünscht: lothar.doenitz@kgaf.de

 


Rückblicke

»Gedenk.Feier zum 80. Jahrestag der Mordaktion gegen die Homosexuellen im KZ-Außenlager Klinkerwerk«

Ort: Gedenkort Klinkerwerk, An der Lehnitzschleuse, 16515 Oranienburg

Anlässlich des 80. Jahrestags der Mordaktion an homosexuellen Männern im KZ-Außenlager Klinkerwerk in Oranienburg – der größten Massenmordaktion gegen Rosa-Winkel-Häftlinge des KZ Sachsenhausen – fand am Sonntag, 18. September 2022 am Gedenkort am Hafenbecken des ehemaligen KZ-Außenlagers Klinkerwerk in Oranienburg eine Gedenkveranstaltung statt. Allein zwischen Juni und September 1942 kamen mehr als 100 Häftlinge mit dem Rosa Winkel im Klinkerwerk auf unterschiedliche Weise ums Leben: infolge von Misshandlungen, bei inszenierten Unfällen oder durch Erschießungen. Auf dem Programm standen Informationen über den historischen Ort und die Mordaktion sowie eine Gedenkfeier mit Redebeiträgen unter anderem des Präsidenten des Internationalen Sachsenhausen Komitees, Dik de Boef, Lothar Dönitz sprach für den Gesprächskreis und einer szenischen Lesung zu Opferschicksalen.

Auf Einladung vom Gesprächskreis war Klaus Born, der Neffe von Heinrich Wahle als Ehrengast dabei. Heinrich ist ein Opfer der Mordaktion Klinkerwerk. 

In Kooperation mit: Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, Gesprächskreis Homosexualität der ev. Adventkirche Berlin-Prenzlauer Berg, SchwuZ Berlin, Queeres Brandenburg Landeskoordinierungsstelle, Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg e.V.

Extra für dieses Gedenken wurden die Namen am Zaun des Gedenkortes befestigt.
Im Bild: Dr. Axel Drecoll Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 

Die Namen der Opfer der Mordaktion Klinkerwerk auf RosaWinkelGedenkbuch.de

Ein Video auf der Webseite von vimeo.com: https://vimeo.com/showcase/gedenkfeier-klinkerwerk [01:36:01]


Geh denken! – Gedenkweg Todesmärsche 1945 zur Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
 

Am Samstag, den 10. September 2022 waren wir auf Einladung der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald, der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in der Wittstocker Heiligengeist-Kirche und anschließend sind wir einen Teil des Weges im Gedenken an die Häftlinge der Konzentrationslager gewandert. Der Weg endete im Belower Wald mit einem Gedenken.

Gedenken mit Pfr. Marion Gardei vor der Gedenkstele. 


12. April 2022 »40 Jahre Gesprächskreis - 40 Jahre im Gespräch«

Mit dabei waren die Pfr. i.R. Gisela Lattmann-Kieser, Pf. i. R. Michael Pflug. Sie haben uns seit 1987 bis zu ihren  Ruhestand begleitet. Vielen Dank!

Unter den Titel

»Kann man darüber sprechen? Homosexualität als Frage an Theologie und Gemeinde«

hat die Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg (DDR) am 9. Januar 1982 zu einem »Sonnabendgespräch« eingeladen. Dieser Einladung folgten viele Homosexuelle aus der DDR. Nach diesem Gesprächsabend trafen sich am 13.04.1982 Interessierte in den Räumen der Evangelischen Akademie. Dr. Manfred Punge informierte über das Echo der Akademie-Veranstaltung. Viele der Teilnehmer wollten die Fragen aufgreifen und die Gespräche fortsetzen. Dazu wurde eine Anbindung gesucht und gefunden. Der »Gesprächskreis Homosexualität« war gegründet. Von Anfang an dabei  Peter Birmle und sein Lebensgefährte Volker Gasser. 

Rechtzeitig wurde die Chronik des Gesprächskreises bis März 2022 aktualisiert und kann hier eingesehen werden.

Neu aus der Chronik unsere Gedenksverstaltungen Im Andenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. 


 

1. Mai 2022 - 77. Jahrstag der Befreiung von Nationalsozialismus
Gedenken an die homosexuellen Opfer
gemeinsam mit dem LSVD Berlin Brandenburg

Im Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland & Gesprächskreis Homosexualität
Ev. Advent-Kirche Berlin-Prenzlauer Berg   

In diesem Jahr haben wir besonders an den Sänger Paul O'Montis (bürgerlich Paul Wendel) erinnern. Der Autor und Schulpfarrer Ralf Jörg Raber aus Essen widmet sich mit einer detailreichen Biografie dem am 17. Juli 1940 im KZ Sachsenhausen ermordeten Paul O’Montis. Beliebt bei älteren Damen und jüngeren Herrn«. - Paul O’Montis – Biografie eines Vortragskünstlers, Metropol Verlag, 2021, ISBN: 978-3-86331-578-8.

Ralf Jörg Raber gedenkt an Paul O'Montis

Ralf Jörg Raber stellt die Biografie vor und gedenken an Paul O'Montis.

Gedenken und Reinigen der Stolpersteine für die Opfer der Mordaktion Klinkerwerk
Ernst Homuth † 17.07.1942 AL Klinker
▶ 16515 Oranienburg, Julius-Leber-Straße 26

Walter Schneider † 10.07.1942 AL Klinker
▶ 16515 Oranienburg, Kanalstraße 27

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Dezentrales Gedenken vor dem Neuen Museum - Begrüßung zum dezentralen Gedenken

Vor dem Block 11 (ehem. Bereich der Isolation) stellt Ralf Jörg Raber die Biografie von Paul O'Monis vor.
Zum Gedenken sprachen: Frau Dr. Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen, Lothar Dönitz (Gesprächskreis), Chriopfer Schreiber (LSVD Berlin-Brandenburg).

»Totgeschlagen, Totgeschwiegen, den homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus« 


Ein neuer Stolperstein für einen Rosa-Winkel-Häftling des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Auf Initiative und in Anwesenheit von Uwe Bräuer, Großneffe von Fritz Bräuer sowie von Xenia Trost, wurde am 8. September 2022 in Berlin-Neukölln Pflügerstraße 812047 Berlin ein Stolperstein für Fritz Paul Bräuer verlegt.  Am 22. Januar 1942 transportierte die Polizei ihn auf Befehl der Kriminalpolizei Berlin in das KZ Buchenwald bei Weimar in Thüringen, wo man ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 5.339 erhielt. Bereits am 13. März 1942 ging es weiter in das Männerlager des KZ Ravensbrück in Brandenburg, wo er die Häftlingsnummer 1.101 erhielt. Fritz Bräuer wurde am  am 29. Juni 1942 im KZ Ravensbrück im Alter von 38 Jahren ermordet. Wenige Tage vor Fritz wurde dort Gustav Herzberg ermordet. - Ausführlicher  im RosaWinkelGedenkbuch.

Nach der Stolpersteinverlegung: »Ich bin in den letzten Tagen immer wieder im Gedanken an die gemeinsame Verlegung des Stolpersteins. Die Gedanken jagen so durch den Kopf, wie ich es selten im Leben erlebt habe. Sind es nicht eher Verbeugungssteine, man stolpert ja nicht, nein, man muss sich verbeugen um die Schrift zu lesen. Für mich ist diese Verbeugen eine Verneigung vor dem Toten, dem Opfer einer verbrecherischen Diktatur. Alles was den Nazis nicht passte wurde vernichtet und geriet in Vergessenheit. Aber mit den Stolpersteinen werden sie zurückgeholt. Sie bekamen wieder ihren Namen und wurden wieder öffentlich, für jedermann sichtbar. Leider können diese Steine nicht erzählen was ihr “Opfer” alles erlebt und erlitten hat. Aber wir Lebenden können, wenn wir nur wollen, uns informieren und darauf achten, dass dies nie wieder geschieht.« Uwe Bräuer, Kiel, September 2022

 

 

Stolpersteinverlegung Pflügerstraße 8, 12047 Berlin

Rechts im Bild Xenia Trost & Uwe Bräuer - © Lothar Dönitz

 

 

Kranzniederlegung und Stilles Gedenken.

Ein gemeinsamer Kranz des Gesprächskreises und des LSVD Berlin-Brandenburg, ein Kranz von den Lesben und Schwulen in der Union Berlin (LSU) und Blumen. 

Zur Bildergalerie 


 

Gesprächsabend am Dienstag, den 12. Juli 2022 
Unser Gesprächsabend wurde ein Literatur- & Musikabend, wir lasen aus dem Buch von Ralf Jörg Raber: Paul O’Montis – Biografie eines Vortragskünstlers »Beliebt bei älteren Damen und jüngeren Herrn« dazu hören wir Musik von Paul O'Montis.
Paul O'Montis wurde am 17.07.1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Seine letzte Ruhestätte besuchen wir am: .

Sonntag, 17. Juli 2022 - 14:00 Uhr - Gedenken 82. Jahrestag der Ermordung von Paul O'Montis
Ort: Begräbnisstätte und Erinnerungsort auf dem ⟩ Friedhof Altglienicke, Schönefelder Chaussee 100

Siehe auch: Gedenkbuch Paul Wedel alias Paul O'Monits im RosaWinkelGedenkbuch


9. August 2022 - Sommerfest des Gesprächskreies auf dem Hof der Adventkirche

Bildmitte Pfarrerin Dr. Angelica Dinger als Gast. 


Mein Tipp, die Lesung mit Wolfram Setz nachhören! Zum Download: Mitschnitt der Lesung (28,4 MB). In der Buchhandlung Eisenherz sind erhältlich die Bücher von Pieere Loti: »Mein Bruder Yves«und »Auf fernen Meeren«. 

   

 Foto: 14. Juli 2020 - Blick den Gemeindesaal;  Lothar Dönitz (c)

Am 1. September 2020 fand in der Immanuelkirche ein Gedenkgottesdienst mit Bischof Dr. Christian Stäblein statt. 

Pfarrer Friedrich Heinrich Klein (*03.08.1905 ⚔  08.1944) war vom 02.06.1935 – 02.01.1943 in der Gemeinde tätig.  Wegen homosexueller Handlungen und einer Verurteilung durch ein Reichskriegsgericht wurde er aus dem Dienst entfernt.

Ausführlicher und Aktuelles im Menü  Causa Pfarrer Friedrich Klein


Freitag, 23. Juli 2021 - Gottesdienst am Vorabend des CSD - St. Marienkirche Berlin
Predigt: Bischof Christian Stäblein, (EKBO),  Berliner Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer u. a.

Wie erwartet hat der Landesbischof Stäblein eine Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zur Schuld an queeren Menschen verlesen. Darin heißt es u. a. : »,,, Als Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bitten wir vor Gott und den Menschen um Vergebung dafür, dass in unserer Kirche Menschen, die als homosexuell bezeichnet wurden, ausgegrenzt und diskriminiert worden sind. Wir benennen mit dieser Erklärung öffentlich, dass Entscheidungen Irrtümer waren und Verletzungen und Verwundungen bewirkten...«
Auch wenn nicht genannt, darin eingeschlossen sind die homosexuellen Mitarbeiter:innen, die aus dem Dienst in der Landeskirche  entfernt, das Theologiestudium oder die Predigerausbildung, wie beispielsweise Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere, abbrechen mussten oder sonst diskriminiert wurden.
Hier der Wortlaut  »Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz« und die Predigt von Bischof Stäblein.

Eine kleine Rückblende:
Pfarrer Pockrandt und Lektorin Motschmann haben 2017/2018 gemeinsam für die Festschrift zum 125jährigen Jubiläum der Immanuelkirche geforscht. In den Akten von Pfarrer Johannes Schwartzkopff  sind sie auf den Namen und das Schicksal von Pf. Friedrich Klein aufmerksam geworden. -  Seit dem Anfang 2018 das Schicksal von Pf. Friedrich Klein bekannt geworden war, kämpfte der Gesprächskreis Homosexualität der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg gemeinsam um die Rehabilitierung aller wegen Homosexualität aus dem Dienst entfernten Mitarbeiter der evangelischen Kirche.

Am 21. November 2018 kam es bei der Einweihung der Gedenktafel für Pfarrer Schwarzkopf  zu einer Kontroverse zwischen Pfarrerin Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO), die die Gedenkworte sprach, und Lothar Dönitz vom Gesprächskreis Homosexualität. Auf der Gedenktafel wird an den Pfarrer Klein erinnert und an dessen Verurteilung nach § 175. Lothar Dönitz beklagte vehement das Fehlen des Hinweises auf den Fall des homosexuellen Pfarrers Klein. Mit Pfarrerin Gardei entstand seitdem ein verständnisvoller Dialog, der im Fall Pf. Klein zur Rehabilitierung führte. Der Dialog fand seine Fortsetzung  bis zu dieser Erklärung der EKBO. - DANKE!

Der Dialog mit Pfarrerin Gardei und Frau Wodinski wurde am 10. August 2021 fortgesetzt.


Dienstag,  10. August 2021  »Ausgeschlossen. Diskriminiert. Verschwiegen.«

Frau Marion Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO) und Lisa Wodinski
Bericht über das Ergebnis der Recherche der Aktenlage im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin und im Evangelischen Zentralarchiv zum Umgang der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und ihrer Vorgängerkirchen mit homosexuellen Mitarbeiter:innen und mit dem Thema Homosexualität.
Rehabilitierung der Homosexuellen, die aus dem Dienst in der Landeskirche entfernt wurden oder die das Theologiestudium oder die Predigerausbildung (Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere), abbrechen mussten. 


 

Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung

Vor über 39 Jahren, am 9. Januar 1982, beschäftigte sich die Ev. Akademie Berlin-Brandenburg (DDR) zum ersten Mal mit dem Thema Homosexualität.
Endlich 2021!
Die EKBO richtet ein neues Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung ein.
Ab März 2021 können Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität Diskriminierungserfahrungen in Kirchengemeinden oder in anderen kirchlichen Bezügen auf dem Gebiet der heutigen EKBO gemacht haben, mit einem Seelsorger anonym und vertraulich darüber sprechen. Der Berliner Pfarrer Matthias Motter ist dafür beauftragt. Er leistet dieses seelsorgliche Angebot neben seinem Dienst als Gemeindepfarrer.

  Kontakt zur Seelsorgestelle und weitere Informationen 

   https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/auch-in-der-kirche-ist-menschen-aufgrund-ihrer-sexuellen-identitaet-unrecht-widerfahren.html