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Gesprächskreis Homosexualität


 

Herzlich willkommen

unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung. 

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Erinnerung an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität. Seit 1987 hat er sein Zuhause in der Advent-Kirche.

Für Rückfragen per E-Maillothar.doenitz@kgaf.de (bitte die geänderte E-Mail-Adresse beachten!) oder
Telefon (Gesprächskreis) +49 30 91686981. Wenn Sie regelmäßige Informationen möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an. 


[Geschichte des Gesprächskreises und Schwulenbewegung in der DDR]

 [Gedenken an die homosexuellen Opfer des NS]
  [Unsere Dokumente]


Nach dem Jubiläum des Gesprächskreises geht es weiter im Gespräch. 

Wir treffen wir uns zum »Gedenken am Stolperstein von Gustav Herzberg«
»Zu Tode gequält, dann vergessen: Die Geschichte meines verlorenen Großonkels« (Berliner Zeitung)
Aus Anlass des 80. Jahrestages seiner Ermordung im Männerlager des KZ Ravensbrück treffen wir uns dort mit Xenia Trost. Über Gustav Herzberg ein aktueller Artikel in der Berliner Zeitung:
Termin: Sonntag, 26. Juni 2022 um 14:00 Uhr
Ort: Berlin-Mitte, Kurstraße 32


Unser nächster Gesprächsabend am Dienstag, den 12. Juli 2022 18:00 Uhr 
Ab 17:00 Uhr Zeit zum Vorbereiten, Helfen und für Gespräche... 

Unser Gesprächsabend wird ein Literatur- & Musikabend, wir lesen aus dem Buch von Ralf Jörg Raber: Paul O’Montis – Biografie eines Vortragskünstlers »Beliebt bei älteren Damen und jüngeren Herrn« dazu hören wir Musik von Paul O'Montis.
Paul O'Montis wurde am 17.07.1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Seine letzte Ruhestätte besuchen wir am: .

17. Juli 2022 - 14:00 Uhr - Gedenken 82. Jahrestag der Ermordung von Paul O'Montis
Ort: Begräbnisstätte und Erinnerungsort auf dem Friedhof Altglienicke, Schönefelder Chaussee 100

Siehe auch: Gedenkbuch Paul Wedel alias Paul O'Monits im RosaWinkelGedenkbuch


Am Dienstag, den 14. Juni haben wir auch über weitere Termine vorab informiert:
10. September 2022 Gedenkwanderung mit der Beauftragten für Erinnerungskultur des EKBO Marion Gardai von Wittstock / Dosse zur Gedenkstätte Todesmarsch Belower Wald (Näheres folgt!)

18. September 2022 »80 Jahre Mordaktion im Klinkerwerk an Homosexuelle« Gemeinsame Verstaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen mit uns, mit dem LSVD Berlin Brandenburg, ... Gedenkveranstaltung am Gedenkort Klinkerwerk (Näheres folgt!)

9. November 2022 Gedenken und Reinigen von Stolpersteine für homosexuelle Opfer des NS mit Cordýline Bartz. (Näheres folgt!)


Am Dienstag, den 12. April 2022 haben wir gefeiert.

»40 Jahre Gesprächskreis - 40 Jahre im Gespräch«

Mit dabei waren die Pfr. i.R. Gisela Lattmann-Kieser, Pf. i. R. Michael Pflug. Sie haben uns seit 1987 bis zu ihren  Ruhestand begleitet. Vielen Dank!

Unter den Titel

»Kann man darüber sprechen? Homosexualität als Frage an Theologie und Gemeinde«

hat die Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg (DDR) am 9. Januar 1982 zu einem »Sonnabendgespräch« eingeladen. Dieser Einladung folgten viele Homosexuelle aus der DDR. Nach diesem Gesprächsabend trafen sich am 13.04.1982 Interessierte in den Räumen der Evangelischen Akademie. Dr. Manfred Punge informierte über das Echo der Akademie-Veranstaltung. Viele der Teilnehmer wollten die Fragen aufgreifen und die Gespräche fortsetzen. Dazu wurde eine Anbindung gesucht und gefunden. Der »Gesprächskreis Homosexualität« war gegründet. Von Anfang an dabei  Peter Birmle und sein Lebensgefährte Volker Gasser. 

Rechtzeitig wurde die Chronik des Gesprächskreises bis März 2022 aktualisiert und kann hier eingesehen werden.

Neu aus der Chronik unsere Gedenksverstaltungen Im Andenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. 


 

1. Mai 2022 - 77. Jahrstag der Befreiung von Nationalsozialismus
Gedenken an die homosexuellen Opfer
gemeinsam mit dem LSVD Berlin Brandenburg

Im Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland & Gesprächskreis Homosexualität
Ev. Advent-Kirche Berlin-Prenzlauer Berg   

In diesem Jahr haben wir besonders an den Sänger Paul O'Montis (bürgerlich Paul Wendel) erinnern. Der Autor und Schulpfarrer Ralf Jörg Raber aus Essen widmet sich mit einer detailreichen Biografie dem am 17. Juli 1940 im KZ ermordeten Paul O’Montis. Beliebt bei älteren Damen und jüngeren Herrn«. - Paul O’Montis – Biografie eines Vortragskünstlers, Metropol Verlag, 2021, ISBN: 978-3-86331-578-8.

Ralf Jörg Raber gedenkt an Paul O'Montis

Ralf Jörg Raber stellt die Biografie vor und gedenken an Paul O'Montis.

Gedenken und Reinigen der Stolpersteine für die Opfer der Mordaktion Klinkerwerk
Ernst Homuth † 17.07.1942 AL Klinker
▶ 16515 Oranienburg, Julius-Leber-Straße 26

Walter Schneider † 10.07.1942 AL Klinker
▶ 16515 Oranienburg, Kanalstraße 27

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Dezentrales Gedenken vor dem Neuen Museum - Begrüßung zum dezentralen Gedenken

Vor dem Block 11 (ehem. Bereich der Isolation) stellt Ralf Jörg Raber die Biografie von Paul O'Monis vor.
Zum Gedenken sprachen: Frau Dr. Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen, Lothar Dönitz (Gesprächskreis), Chriopfer Schreiber (LSVD Berlin-Brandenburg).

»Totgeschlagen, Totgeschwiegen, den homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus« 

 

 

Kranzniederlegung und Stilles Gedenken.

Ein gemeinsamer Kranz des Gesprächskreises und des LSVD Berlin-Brandenburg, ein Kranz von den Lesben und Schwulen in der Union Berlin (LSU) und Blumen. 

Zur Bildergalerie 


Rückblicke - ihr könnt gern einmal unsere Videos, Bilder, Dokumente lesen und ansehen.

Mein Tipp, die Lesung mit Wolfram Setz nachhören! Zum Download: Mitschnitt der Lesung (28,4 MB). In der Buchhandlung Eisenherz sind erhältlich die Bücher von Pieere Loti: »Mein Bruder Yves«und »Auf fernen Meeren«. 

   

 Foto: 14. Juli 2020 - Blick den Gemeindesaal;  Lothar Dönitz (c)

Am 1. September 2020 fand in der Immanuelkirche ein Gedenkgottesdienst mit Bischof Dr. Christian Stäblein statt. 

Pfarrer Friedrich Heinrich Klein (*03.08.1905 ⚔  08.1944) war vom 02.06.1935 – 02.01.1943 in der Gemeinde tätig.  Wegen homosexueller Handlungen und einer Verurteilung durch ein Reichskriegsgericht wurde er aus dem Dienst entfernt.

Ausführlicher und Aktuelles im Menü  Causa Pfarrer Friedrich Klein


Freitag, 23. Juli 2021 - Gottesdienst am Vorabend des CSD - St. Marienkirche Berlin
Predigt: Bischof Christian Stäblein, (EKBO),  Berliner Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer u. a.

Wie erwartet hat der Landesbischof Stäblein eine Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zur Schuld an queeren Menschen verlesen. Darin heißt es u. a. : »,,, Als Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bitten wir vor Gott und den Menschen um Vergebung dafür, dass in unserer Kirche Menschen, die als homosexuell bezeichnet wurden, ausgegrenzt und diskriminiert worden sind. Wir benennen mit dieser Erklärung öffentlich, dass Entscheidungen Irrtümer waren und Verletzungen und Verwundungen bewirkten...«
Auch wenn nicht genannt, darin eingeschlossen sind die homosexuellen Mitarbeiter:innen, die aus dem Dienst in der Landeskirche  entfernt, das Theologiestudium oder die Predigerausbildung, wie beispielsweise Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere, abbrechen mussten oder sonst diskriminiert wurden.
Hier der Wortlaut  »Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz« und die Predigt von Bischof Stäblein.

Eine kleine Rückblende:
Pfarrer Pockrandt und Lektorin Motschmann haben 2017/2018 gemeinsam für die Festschrift zum 125jährigen Jubiläum der Immanuelkirche geforscht. In den Akten von Pfarrer Johannes Schwartzkopff  sind sie auf den Namen und das Schicksal von Pf. Friedrich Klein aufmerksam geworden. -  Seit dem Anfang 2018 das Schicksal von Pf. Friedrich Klein bekannt geworden war, kämpfte der Gesprächskreis Homosexualität der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg gemeinsam um die Rehabilitierung aller wegen Homosexualität aus dem Dienst entfernten Mitarbeiter der evangelischen Kirche.

Am 21. November 2018 kam es bei der Einweihung der Gedenktafel für Pfarrer Schwarzkopf  zu einer Kontroverse zwischen Pfarrerin Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO), die die Gedenkworte sprach, und Lothar Dönitz vom Gesprächskreis Homosexualität. Auf der Gedenktafel wird an den Pfarrer Klein erinnert und an dessen Verurteilung nach § 175. Lothar Dönitz beklagte vehement das Fehlen des Hinweises auf den Fall des homosexuellen Pfarrers Klein. Mit Pfarrerin Gardei entstand seitdem ein verständnisvoller Dialog, der im Fall Pf. Klein zur Rehabilitierung führte. Der Dialog fand seine Fortsetzung  bis zu dieser Erklärung der EKBO. - DANKE!

Der Dialog mit Pfarrerin Gardei und Frau Wodinski wurde am 10. August 2021 fortgesetzt.


Dienstag,  10. August 2021  »Ausgeschlossen. Diskriminiert. Verschwiegen.«

Frau Marion Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO) und Lisa Wodinski
Bericht über das Ergebnis der Recherche der Aktenlage im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin und im Evangelischen Zentralarchiv zum Umgang der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und ihrer Vorgängerkirchen mit homosexuellen Mitarbeiter:innen und mit dem Thema Homosexualität.
Rehabilitierung der Homosexuellen, die aus dem Dienst in der Landeskirche entfernt wurden oder die das Theologiestudium oder die Predigerausbildung (Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere), abbrechen mussten. 


 

Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung

Vor über 39 Jahren, am 9. Januar 1982, beschäftigte sich die Ev. Akademie Berlin-Brandenburg (DDR) zum ersten Mal mit dem Thema Homosexualität.
Endlich 2021!
Die EKBO richtet ein neues Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung ein.
Ab März 2021 können Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität Diskriminierungserfahrungen in Kirchengemeinden oder in anderen kirchlichen Bezügen auf dem Gebiet der heutigen EKBO gemacht haben, mit einem Seelsorger anonym und vertraulich darüber sprechen. Der Berliner Pfarrer Matthias Motter ist dafür beauftragt. Er leistet dieses seelsorgliche Angebot neben seinem Dienst als Gemeindepfarrer.

  Kontakt zur Seelsorgestelle und weitere Informationen 

   https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/auch-in-der-kirche-ist-menschen-aufgrund-ihrer-sexuellen-identitaet-unrecht-widerfahren.html